schmonz.com is a Fediverse instance that uses the ActivityPub protocol. In other words, users at this host can communicate with people that use software like Mastodon, Pleroma, Friendica, etc. all around the world.
This server runs the snac software and there is no automatic sign-up process.
Die aktuelle Podcastfolge von Ivan Blatter hat es in sich. Finde zumindest ich. Ein herrlicher Begriff, den er dabei benutzt: Unverzichtbarkeitsreflex. Passt. Alles drin. Hand aufs Herz: Sind wir wirklich beständig unverzichtbar? Können wir wirklich keinen zweiwöchigen Urlaub machen, ohne dass die Welt untergeht? Und selbst wenn dem so ist, ist das gesund? Ich persönlich finde es viel besser, wenn ich sagen kann, dass ich einen guten Job gemacht habe, und wenn ich für vier Wochen in der Versenkung verschwinden kann, ohne dass etwas schiefgeht.
https://share.transistor.fm/s/8154df0a
Ich kann Obsidian-Nutzern den Blog von Thomas Mathoi nur empfehlen. Er zeigt immer wieder sehr anschaulich, wie Obsidian als „Wissensinstrument“ zur Steuerung von Projekten genutzt werden kann. Ich persönlich nutze übrigens Taskboard für die Organisation meines Personal Kanbans in Obsidian, da das Add-on Kanban schon lange keine Updates mehr erhalten hat, und bin damit ganz zufrieden. Der Versuch, ausschließlich mit den „Boardmitteln” zu arbeiten, war für mich nicht ganz so befriedigend. Das ist aber sicherlich auch eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Purpose oder Sinnhaftigkeit gilt manchen ja als Mantra, wenn es um die Frage geht, worauf es ankommt. Nur mal ganz ehrlich: Nur weil eine Sache einen sinnhaften Zweck erfüllt, bedeutet das nicht, dass ich mit Elan an die Sache gehe. Und umgekehrt: Für etwas eine Leidenschaft zu haben, bedeutet noch lange nicht, dass es einen sinnhaften Zweck erfüllt. Beides einzeln betrachtet bringt uns nicht weiter. Beides zusammen dann schon eher. So verstehe ich Dan Rockwell. Und das ergibt für mich persönlich sogar Sinn. Leidenschaft ist der Antrieb, der Zweck gibt die Richtung vor.
https://leadershipfreak.blog/2026/06/05/dont-confuse-passion-with-purpose/
Wo ordne ich systemisches Denken ein? Es passt zu fast allen Themenkomplexen der Links der Woche. Daher habe ich mich entschieden, es hier unter „Produktivität” einzuordnen. Ähnlich wie Ralf Keuper gewinne auch ich immer häufiger den Eindruck, dass wir das systemische Denken zunehmend verlieren. Und nein, ich meine nicht die vielen systemischen Coaches, auch wenn es Parallelen geben mag. Mir geht es um das Denken in Systemen, das Denken in zweiter und dritter Ordnung usw. Dinge. Übrigens denken echte Lean-Freaks in Systemen. Das ist ein Markenzeichen der großen Denker des Toyota Production Systems. Das nur am Rande bemerkt. Was Keuper am Beispiel der Ökologiebewegung beschreibt, scheint mir weit über dieses Thema hinaus der Fall zu sein. Und nein, hier geht es nicht um die Frage von gut oder schlecht, sondern um die berühmte adaptive Feedbackschleife, die organisationelles und institutionelles Lernen ermöglicht.
Uiuiui, Mark Graban schreibt allen Ernstes, man solle nicht nur Menschen mit Berufserfahrung einstellen, sondern Menschen, die sich entwickeln wollen. Das ist doch viel zu teuer! Tja, kurzfristig vielleicht. Langfristig … Da er die Metapher vom Gärtner, der seinen Garten hegt und pflegt, damit er sich entwickeln kann, bemüht, dürfte die Botschaft relativ klar rüberkommen. Wer nur Personal anmietet und nicht selbst entwickelt, bekommt am Ende des Tages nur „eingekaufte”, keine selbstentwickelten Mitarbeiter und verliert so langfristig Wissen, Erfahrung und Kompetenz. Das ist langfristig ein hoher Preis.
https://www.leanblog.org/2026/06/develop-your-own-people/
Es dürfte kaum einen Lean-Enthusiasten geben, der den A3-Bericht nicht kennt. In puncto kontinuierliche Verbesserung kommt man nicht an ihm vorbei. Aus gutem Grund. Für diejenigen, die den Ansatz noch nicht kennen, hier entlang und gut aufpassen. Beim nächsten Mal wird abgefragt.
https://leanbase.de/publishing/post/das-denken-auf-einem-blatt-papier-warum-die-a3-met
Stakeholder | Die Bremser unter den Stakeholder und wie man die Bremse löst …
Es gibt rund um jedes Projekt eine Vielzahl unterschiedlichster Anspruchsgruppen (Stakeholder), die sich in den sieben Typenbeschreibungen widerspiegeln, die Andrea Windolph hier zusammenfasst. Ihr Fokus in diesem Fall allerdings auf den „Bremsern“. Sie beschreibt die Typen und ihre Verhaltensweisen und gibt zu jedem Typ den jeweiligen Ansatz, um den Bedarfen und Bedürfnissen gerecht zu werden, ohne das eigene Projekt lahmzulegen. Eine durchaus interessante Idee und Ansätze, die man aufgreifen kann und sollte.
https://projekte-leicht-gemacht.de/blog/methoden/stakeholder/7-stakeholder-bremser/
Nicht nur im Kontext selbstorganisierter Teams höre ich immer wieder, dass zu viele Meetings eine Belastung darstellen. Eine interessante Frage, die ich dabei auch immer wieder miteinbeziehe, ist die Flughöhe in den Meetings. Jede Flughöhe hat ihre eigenen Formate mit ihrem eigenen Fokus. Ein Schelm, wer dabei nicht an Obeya denkt. Pardon, aber das muss jetzt sein. Ich bin der Meinung, dass es durchaus hilft, Besprechungen sinnvoll zu gestalten, nämlich so, dass passend zur Flughöhe die geeigneten Personen mit am Tisch sitzen, die dazu etwas beitragen können. Ruedi Gysi fasst es ganz gut zusammen: „Auf welcher Flughöhe sind wir gerade – und ist das die, für die wir hier sitzen?” Diese Frage wirkt zwar keine Wunder, aber fast 😉
https://agilereflection.org/auf-welcher-flughoehe-redet-ihr-gerade/
Als Kanban-Fan, Scrum-Enthusiast und Lean-Anhänger bin ich in Bezug auf „Flowmetriken” sicherlich voreingenommen. Daher finde ich den Diskussionsbeitrag von Yuval Yeret sehr interessant. Was auch sonst? Er beschreibt nämlich klar und deutlich, welchen Mehrwert Flowmetriken liefern und weshalb ich sie für sinnvoll halte. Mehr muss ich nicht zum Anteasern mitgeben. Nachlesen könnt ihr es selbst an entsprechender Stelle.
https://www.scrum.org/resources/blog/why-focus-flow-metrics-problems-they-help-you-see
Es ist ein offenes Geheimnis, dass ich gerne visuell arbeite. Das heißt, ich arbeite auch mal gerne mit Miro, Conceptboard und ähnlichen Tools. Dank einer großen Community gibt es einige gute Miro-Templates. Einige Klassiker sind die von Lars Richter aufgelisteten Miro-Templates, mit denen er gerne arbeitet. Und die sind gut. Man muss nicht immer alles selbst erfinden und entwickeln, sondern kann durchaus vorhandene Templates verwenden. In diesem Sinne: Schaut sie euch an!
https://scamper.blog/miro-templates/
Simon Flossmann bringt es auf den Punkt: „Vielen Scrum-Teams fehlt nicht noch ein weiteres Werkzeug, ein zusätzlicher Prozess oder das nächste Meeting. Ihnen fehlt der Mut zu einem Ziel.“ Dies untermauert er mit zehn Problemen, die ihm und anderen immer wieder in der Praxis begegnen. Wenn die Probleme klar benannt sind, lässt sich eigentlich jedes Problem lösen und der Hebel umlegen, oder?
Kampf der Systeme | Das Schneller zieht vorbei …
Meister Konfus hat einen Verwandten: Prozess-Konfuzius. Martin Öztürk hat mittlerweile die 10. Ausgabe seines interessanten Newsletters über LinkedIn veröffentlicht, der immer interessante Impulse bereithält. So auch in dieser Ausgabe, in der er den Nagel auf den Kopf trifft: Wir erleben einen „Kampf” der Systeme, bei dem die schnelleren Systeme die Nase vorne haben. Ein gutes Produkt zu haben, reicht heute schon lange nicht mehr aus. Wichtig ist auch, schnell zu lernen und adaptiv vorzugehen. Wer auf Probleme mit mehr Regeln, mehr Vorschriften und mehr vom Gleichen reagiert, erzeugt unnötigen Ballast, der mehr bremst als hilft. Die Lösung ist nicht mehr Struktur, sondern andere Strukturen. Bedauerlicherweise werden viele nicken, doch nur die Wenigsten schaffen den Brückenschlag.
Ich bin ein bisschen stolz, dass es Meister Konfus bereits zum zweiten Mal als Gastbeitrag im Blog der t2informatik geschafft hat. Zudem hat mich bereits die Bitte um einen dritten Gastbeitrag ereilt. Daher seht mir etwas Eigenwerbung nach. Meister Konfus, der legendäre Meister der Konfusion und Verschwendung, widmet sich hier der hohen Kunst der organisatorischen Selbstsabotage. Im Falle einer Machtübernahme durch die Nicht-Alternative ist das übrigens eine hervorragende Anleitung, zu der es hoffentlich niemals kommen wird.
https://t2informatik.de/blog/hohe-kunst-organisatorischen-selbstsabotage/
Dass die Damen und Herren der Nicht-Alternative mit Meinungsfreiheit nur das Recht meinen, ihre eigene Meinung zu verbreiten, während sie gleichzeitig alle anderen Meinungen unterdrücken wollen – selbst wenn diese mit hoher Evidenz untermauert werden –, dürfte jedem bekannt sein, der das großartige Glück hatte, mit Vertretern dieser Fraktion einen Diskurs zu führen. Bedauerlicherweise sieht es gefährlich danach aus, dass eben jene Gruppierung in mindestens einem Bundesland gute Karten haben könnte, die Mehrheit bei einer Landtagswahl zu ergattern. Das sind keine schönen Aussichten, insbesondere für Staatsbedienstete, die ihren Eid auf das Grundgesetz ernst nehmen. Campact verdeutlicht sehr eindringlich, was dann droht. Noch ist der Abwehrkampf nicht verloren. Es liegt an uns. An jedem Einzelnen.
https://www.campact.de/blog/2026/06/afd-in-sachsen-anhalt-was-beamtinnen-jetzt-wissen-muessen
Ein großes Problem bei der Verbreitung rechtsextremistischer und antisemitischer Inhalte sind die sozialen Medien. Durch die geschickte Nutzung einschlägiger Szenecodes erreichen sie ordentlich Reichweite – selbst dann, wenn dies laut den Gemeinschaftsregeln untersagt ist und deren Missachtung sanktioniert wird. Letzteres, so konnte ich in den letzten Tagen selbst feststellen, sollte man – zumindest im Kontext des Meta-Konzerns – nicht erwarten. Ganz im Gegenteil. Daher meine Empfehlung: Einschlägige Inhalte nicht bei der Plattform melden, sondern sauber dokumentieren und direkt bei den Strafverfolgungsbehörden anzeigen. Am Beispiel von TikTok zeigen die Belltower.News sehr eindrücklich, wie sich antisemitische Inhalte online verbreiten. Eine mehr als erschreckende Beobachtung.
Christian Wolff versucht, einen Weg zu finden, um der Nicht-Alternative den Nährboden zu entziehen. Er plädiert dabei für eine neue politische Liturgie. Mit anderen Worten ruft er dazu auf, ein neues Verständnis von politischer Dienstleistung zu etablieren, das folgende Elemente umfasst: eine kritische Bestandsaufnahme, die Erinnerung an und die Vergewisserung durch die eigene Programmatik, die Übertragung auf den Alltag mit Zuspruch und Anspruch, die Einbettung in das persönliche, gesellschaftliche und das Weltgeschehen, die Stärkung und der Zusammenhalt, die Hinwendung zu den Menschen und die positive, auf Frieden ausgerichtete Auseinandersetzung mit Problemen. Ich persönlich tue mich etwas schwer mit der Metapher der Kirchenliturgie, muss ich zugeben, aber den inhaltlichen Punkten kann ich durchaus etwas abgewinnen.
https://www.blog-der-republik.de/politische-liturgie/
#A3Report #AfD #Agile #Antisemitismus #Entwickeln #Flowmetriken #Flughöhe #Gesellschaft #Leadership #Lean #Leidenschaft #Management #Meeting #MeisterKonfus #MiroTemplates #Obsidian #Politik #Produktivität #Projektmanagement #Prozesse #Purpose #Scrum #ScrumTeam #Selbstmanagement #Selbstorganisation #SocialMedia #Stakeholder #SystemischesDenken #UnverzichtbarkeitMarcus Raitner trifft meines Erachtens den Nagel auf den Kopf: Beim Umgang mit KI entstehen kognitive Schulden. Schulden, die wir nicht ohne weiteres wieder auflösen können, wenn wir nicht rechtzeitig gegensteuern. So schön die Arbeitserleichterung durch KI auf den ersten Blick auch sein mag, wir verlernen durch ihren Einsatz schnell die Fertigkeiten, die wir brauchen, um sinnvoll mit ihr zu arbeiten. Dazu mehr:
https://raitner.de/2026/05/der-teufelskreis-der-kognitiven-schulden/
Nicht einmal einen Tag, nachdem ich den Blogpost von Detlef Stern gelesen habe, darf ich genau das erleben, was er darin zutreffend als Problem identifiziert hat. Die „Beißreflexe” in einer Debatte führen dazu, dass niemand wirklich darüber spricht, dass die Kommunikation auf der Meta-Ebene längst im Argen liegt. Genau deshalb eskaliert die vermeintliche Diskussion und wird unnötig emotionalisiert, da kaum jemand in der Lage ist, die Metaebene miteinzubeziehen. Man beharkt sich lieber aus Befindlichkeiten heraus. Erstaunlich, wo doch überall die Stoiker rauf und runter zitiert werden, die uns unter anderem auch dies mitgeben wollten, nämlich immer auch die Metaebene einzubeziehen.
https://t73f.de/blog/2026/metaebene
Der Begriff „Vertrauen” wird ja gerne in die Runde geworfen. Wenn ich allerdings an mein berufliches Erleben zurückdenke, gab und gibt es immer noch genug Situationen, in denen ich die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit nicht überbrücken kann. Betrachte ich die fünf Wahrheiten über Vertrauen von Dan Rockwell, erkenne ich so manches wieder, das in diesen Situationen nicht ausgeprägt war. Mit dieser Erkenntnis im Gepäck können wir alle etwas dafür tun, dass Vertrauen nicht nur ein Marketing-Schlagwort der Personalentwicklung bleibt, sondern tatsächlich gelebte Realität wird.
https://leadershipfreak.blog/2026/05/27/5-truths-about-trust/
Im Blog von Mark Graban bin ich auf etwas gestoßen, das mich zum Nachdenken angeregt hat. Wir arbeiten im Alltag oft mit der Annahme, etwas gut genug zu wissen, weil wir es gelesen, gehört oder aus einer anderen Quelle gelernt haben. Ist das aber ausreichend? Graban schlägt vor, statt „Was weißt du?” lieber zu fragen: „Woher weißt du es? Woher weißt du, dass du es weißt?” Diese Frage animiert dazu, die Quelle unserer Annahmen zu hinterfragen, sodass wir tiefer bohren und ggf. Annahmen und Erkenntnisse zutage fördern, die wir übersehen haben.
https://www.leanblog.org/2026/05/what-do-you-know-how-do-you-know-it/
Der PDCA-Zyklus steht für adaptives Lernen und Anpassen. Ganz im Sinne eines wissenschaftlich-empirischen Ansatzes wird zunächst eine Hypothese aufgestellt, die anschließend durch konkrete Umsetzung überprüft und weiterentwickelt wird. Götz Müller nutzt das Akronym PDCA jedoch, um zu zeigen, wie man es nicht tun sollte. Hier steht PDCA nicht für Plan, Do, Check und Act. In diesem Zusammenhang steht P für PowerPoint, Panik und Plakatieren, D für Delegieren, Druck und Durchregieren, C für Controlling, Chaos und Checklisten und A für Aktionismus, Ablenkung und Abhaken. Wie zu erwarten, wird aus dem PDCA so kein Verbesserungskreislauf, sondern eine Verschlechterungsschleife mit #MeisterKonfus-Potenzial.
https://www.geemco.de/artikel/wenn-pdca-zur-verschlechterungsschleife-wird/
Wie bekannt, bin ich ein großer Freund der Begrenzung paralleler Arbeit. Und das nicht nur auf individueller Ebene oder für ein operatives Team, sondern auch auf Ebene des strategischen Portfoliomanagements. Der Grund ist relativ simpel: Es geht um positive Fokussierung. Und zwar auf das, was auf der jeweiligen Ebene im Augenblick von Bedeutung ist. Während es für den Einzelnen oder ein Team bewährte Empfehlungen aus der Praxis gibt, um das initiale WiP-Limit auf Basis der Arbeitsmenge zu ermitteln, ist es auf Portfolioebene tatsächlich etwas anders gelagert. Hier stellt sich die Frage, wie viele parallele Initiativen ein Führungsteam gleichzeitig überblicken kann. Dabei geht es nicht um „Durchsatz“ und verfügbare Zeit, sondern um die kognitive Aufnahmefähigkeit. Das mag für den einen oder anderen nach Haarspalterei klingen, aber ich denke, im Detail wird es klarer. Insofern kann ich Yuval-Erde und seiner Argumentation folgen.
https://www.scrum.org/resources/blog/portfolio-wip-its-not-about-limits
Das Agile Manifest ist seit Beginn meiner agilen Reise im Jahr 2008 mein Leitfaden für die Arbeitspraxis. Ich schaue tatsächlich immer wieder hinein. Und das, obwohl die Werte und Prinzipien schon ein Vierteljahrhundert alt sind. Übrigens hat mein Verständnis der Prinzipien einen richtigen Boost erlebt, als ich mich mit Monozukuri, dem japanischen Lean-Verständnis, beschäftigt habe. Nur am Rande bemerkt. Wer es mir gleichtun möchte, dem empfehle ich das Buch „Lean auf gut Deutsch” von Mari Furukawa-Caspary. Damit habt ihr einen sehr guten Einstieg. Zurück zum Ursprungsthema: Ich schaue tatsächlich immer wieder auf das Manifest. Erstaunt muss ich aber auch immer wieder feststellen, dass viele zwar „Scrum” oder das agile „Kanban” (bzw. irgendein anderes agiles Rahmenwerk) nutzen, ohne das agile Manifest wirklich gelesen zu haben. Insofern habe ich ähnliche Beobachtungen wie Thomas Esders gemacht.
https://no-bullshit-agile.de/nbak02-agiles-manifest-immer-noch-die-basis.html
Passend hierzu ein weiterer Gedanke von Thomas Esders, der das agile Manifest in „Fragen“ ummünzt. Ein interessanter Ansatz, der dabei hilft, die Prinzipien im Arbeitsalltag umzusetzen.
https://no-bullshit-agile.de/nbak03-12-agile-prinzipien-checkliste.html
Es wird gerne und oft auf agile Rahmenwerke gesetzt. Sie sind mittlerweile zum Standard geworden. Zumindest auf dem Papier. In der Praxis mangelt es jedoch oft an verschiedenen Stellen. Auf dem Papier gibt es zwar so etwas wie einen Product Owner, de facto haben die Rolleninhaber oft nicht die Product Ownership. Das ist gar nicht so selten. Und das ist meist strukturell bedingt. Wie Yuval-Davidson aufzeigt, kann das zum Problem werden. Aber auch daran kann man arbeiten. Immerhin ist die Erkenntnis der erste Schritt zur Besserung.
https://www.scrum.org/resources/blog/product-ownership-topology-difference-between-flow-and-theater
Schon allein die Überschrift macht den Beitrag für mich empfehlenswert. Stephen Woolston titelt klar und prägnant: „Ein Plan ist eine ungeprüfte Hypothese.” Was soll ich sagen – so ist es nun mal. Wir treffen Annahmen, die wir in der Praxis überprüfen, indem wir den Plan umsetzen. Das gefällt mir fast besser als das Bild der „Wette”. Denn bei einer Hypothese schwingt das Überprüfen und Adaptieren deutlicher mit. Eine gut formulierte Hypothese ermöglicht es uns, die getroffenen Annahmen zu validieren und Erkenntnisse zu generieren, aus denen wir eine verbesserte Hypothese entwickeln können, die wir erneut überprüfen können. Nur eine gut bestätigte Hypothese wird zur Theorie. In diesem Fall können wir mit standardisierbaren Methoden arbeiten. Alles, was davor liegt, ist adaptives Erkunden und Verbessern.
https://www.scrum.org/resources/blog/your-plan-isnt-rock-its-untested-hypothesis
Wie ich immer sage: Wenn im Team alles super läuft, können wir uns den anderen Problemen widmen. Die Arbeit geht nicht aus. Da Probleme jedoch häufig komplexer Natur sind und vielseitige Ursachen haben, können wir nicht alles auf einmal lösen, sondern müssen uns anschauen, wo die dringendsten Probleme und Herausforderungen aktuell liegen. In diesem Zusammenhang passt der Blogartikel von Mary Iqbal sehr gut, da er etwas Orientierung bietet und aufzeigt, worauf sich Scrum Master:innen im ersten Schritt stürzen sollten.
https://www.scrum.org/resources/blog/pick-your-battles
Dass ich die „Blauen“ nicht sonderlich leiden kann, dürfte sicherlich schon aufgefallen sein. Dass es sich nicht nur um eine verfassungsfeindliche, sondern durchaus auch um eine kriminelle Vereinigung handeln könnte, zeigt sich immer deutlicher. Allein in den letzten Tagen kamen immer neue interessante Verstrickungen der Nicht-Alternative und ihrer Parteisoldaten in die Presse. Eine gute Zusammenfassung liefert der „Blog der Republik”. Leider schrecken diese Schlagzeilen die Wählerschaft der Enkel des Braunauer Obergefreiten nicht ab. Das wiederum wirft bei mir Fragen über den Umfang der kognitiven Verzerrung derer auf, die ihren Kritikern gerne nahelegen, einen „Psychologen” zu besuchen (wer erklärt ihnen eigentlich mal den Unterschied zwischen Psychologie und Psychotherapie?).
https://www.blog-der-republik.de/afd-kriminelles-und-kurioses-vom-rechtsextremen-rand-update-46/
Mit Blick auf den vermeintlichen Erfolg autoritärer Zeitgenossen wird gerne argumentiert, man müsse nur noch mehr Aufklärung betreiben. Ich fürchte, dieser Ansatz greift zu kurz. Gunnar Sohn hat sich ebenfalls dazu Gedanken gemacht. Ich sehe es ähnlich. Um den Autokraten den Nährboden zu entziehen, brauchen wir Orte der Begegnung, an denen demokratisches Streiten stattfinden und Wirkung entfalten kann. Wir Demokraten müssen die sozialen Räume besetzen, um diejenigen zurückzugewinnen, die noch nicht verloren sind. Damit meine ich nicht, dass man mit Autokraten ins Gespräch geht, sondern dass man Vielfalt, Wirksamkeit und Diskussion erlebbar macht und die Wirksamkeit politischen Handelns sichtbar wird. In den Städten, Gemeinden und vor Ort ist dazu jeder von uns aufgefordert. Den Menschen folgen Menschen.
https://ichsagmal.com/die-republik-im-gespraechsverlust-die-bequeme-angst-vor-der-propaganda/
Unser aktuell amtierender Bundeskanzler muss dringend darüber aufgeklärt werden, dass „mehr Quantität” nicht automatisch auch „mehr Qualität” bedeutet. Eine Steigerung der Arbeitszeit führt nicht automatisch zu mehr Produktivität. Es kann sogar der gegenteilige Effekt eintreten, sodass es am Ende teurer wird. Das muss die legendäre Wirtschaftskompetenz sein, die man Herrn Merz zuschreibt. Christoph Habermann bemüht sich jedenfalls, die Thesen von Herrn Merz zu überprüfen, kann aber keine validen Belege finden. Er findet sogar Belege, die auf gegenteilige Effekte hinweisen. Aber bitte nicht dem Kanzleramt einen Tipp geben, denn Herr Merz könnte noch verunsicherter werden, als er es jetzt schon ist.
Das Leben ist schon bitterernst genug. Daher braucht es immer auch eine Prise Humor. Da mein Humor nicht immer massentauglich ist und ich ihn bereits unter der Rubrik #MeisterKonfus zum Ausdruck bringe, lasse ich an dieser Stelle lieber jemanden anderen zu Wort – oder besser, wie im konkreten Fall, zu Bild – kommen. Der Blog „Cloud Science” von Christian Möller sorgt regelmäßig für herzliches Gelächter. So auch in diesem Beitrag, in dem plötzlich klar wird, dass KI doch nicht die Lösung aller Probleme ist.
https://www.cloud-science.de/keine-token-keine-leistung/
#AfD #Agile #AgilesManifest #Arbeitszeit #Humor #Kanban #KI #KognitiveSchulden #Kommunikation #Leadership #Lean #Management #Ownership #PDCA #Planung #PortfolioKanban #Produktivität #Scrum #ScrumMaster #Selbstorganisation #Strategien #Verbesserung #Vertrauen #Wissen"If they need to chase five different people for incomplete documents, you're not going to speed up said process by adding more lawyers to the department."
#ai #theoryofconstraints #lean #productivity
https://frederickvanbrabant.com/blog/2026-05-15-i-dont-think-ai-will-make-your-processes-go-faster/
Wer meine Links der Woche und auch Gedankenblitze im Block aufmerksam liest, dem dürfte sicherlich schon mehrfach aufgefallen sein, dass ich die KI-Ephorie nicht teile, sondern eher positiv-verhalten gegenüber der Technik bin. Der Grund ist simple und einfach, ich sehe zwar viele Möglichkeiten, dennoch ist die Erwartungshaltung viel zu hochgeschraubt und ich sehe auch, dass die Produktivitätzuwächs durch die negativen Folgen aufgefressen werden. Daher habe ich Marcus Raitners Blogartikel sehr aufmerksam gelesen. Er ist sehr differenziert und spricht aus meiner Sicht einige kritische Punkte an, die ich sehr ähnlich sehe. Der Einsatz von KI befördert die digitale Erschöpfung. Dazu mehr hier:
Zur Vertiefung des Beitrags von Marcus Rainter bietet sich der etwas längere Artikel von Daniel Dubbel an. Auch er beschäftigt sich mit der Frage der Arbeitsverdichtung durch KI. Sein Fokus liegt jedoch auf einem anderen Aspekt. Er geht der Frage nach, weshalb die möglichen Produktivitätsverbesserungen im System regelrecht verpuffen, und macht die Führung verantwortlich. Daher war ich kurz versucht, den Beitrag unter Leadership und Management einzuordnen. Ich finde jedoch, dass die beiden Beiträge zusammen wahrgenommen werden sollten.
https://www.inspectandadapt.de/niemand-hat-beschlossen-dass-mehr-geht-es-passierte-einfach/
Für Obsidian steht ein riesiges Biotop an möglichen Plug-ins aus der Community zur Verfügung. Ich nutze nur eine Handvoll, die ich mittlerweile sehr gezielt auswähle. Ähnlich der Empfehlung von Daniel Schimpke am Ende seines Artikels, erst zu überlegen, welches Problem man überhaupt lösen möchte. Viele Probleme lassen sich übrigens oft auch ohne Plugin lösen. Das hat den Vorteil, dass die Dinge einfacher gehalten werden. Was ich empfehle. Ich habe nur sieben Erweiterungen im Einsatz, von denen eine sogar gerade auf dem Prüfstand steht. Also tatsächlich eher sechs. Es gibt allerdings eine deutliche Schnittmenge mit den 13 im Artikel genannten Plugins.
https://www.kadaschi.de/13-obsidian-plugins-die-ich-wirklich-nutze/
Über Thomas Mathoi habe ich eine Nachricht erhalten. Es gibt eine neue Obsidian-Community. Dort findet man viele Hilfen. Die Community wurde neu organisiert und soll jetzt übersichtlicher sein. Ich hatte noch nicht die Gelegenheit, mir das anzusehen. Allerdings klingt es sehr interessant und ich hoffe, dass ich jetzt schneller passende Lösungen finde, wenn ich eine Herausforderung zu meistern habe.
https://www.mathoi.at/2026/05/21/die-neue-obsidian-community/
Ivan Blatter hat wieder einmal eine großartige Folge seines Podcasts veröffentlicht. Diesmal dreht sich die Frage, die er beantworten will, um das „Ankommen“ als Gefühl. „Ankommen” bedeutet in diesem Sinne nicht, fertig zu werden, sondern das Gefühl zu haben, dass das, was wir tun, wichtig ist. Er erklärt dieses Gefühl zu einer Entscheidung. Eine Entscheidung, die wir selbst treffen. Er definiert vier Entscheidungen, die wir treffen müssen:
https://share.transistor.fm/s/358edb99
Mit seinem Beitrag erinnert Dan Rockwell mich daran, dass Lernfähigkeit oft damit beginnt, sich die Frage zu stellen: „Wie kann ich besser werden?” Das wiederum setzt voraus, anzuerkennen, dass man nicht alles weiß. Ganz im Sinne von Sokrates, der sich als Wahrheitssuchender für unwissend hielt. Mit anderen Worten: Das Streben, sich weiterzuentwickeln, beginnt damit, demütig anzuerkennen, dass man – selbst als weiser Mensch – noch mehr lernen und besser machen kann. Wer sich konsequent selbst hinterfragt, entwickelt sich weiter. Irgendwie muss ich jetzt an Kaizen denken.
https://leadershipfreak.blog/2026/05/19/the-best-ability/
Tim Themann hat sich daran gewagt, hinter „Kaizen” zu blicken und ideengeschichtlich aufzuarbeiten, weshalb „Kaizen” eine Haltung darstellt und weshalb wir uns in unserem westlich geprägten Kulturkreis mit dieser Haltung so schwer tun. Hut ab! Ich weiß, dass er es sich nicht einfach gemacht hat, denn ich durfte vorab eine erste Fassung lesen und Feedback geben. Für mich war der Artikel sehr spannend und aufschlussreich. Ich hoffe, dass es euch auch so geht.
https://die-computermaler.de/warum-kaizen-eine-haltung-ist-und-kvp-nur-ein-prozess/
Auch Götz Müller greift das Thema Kaizen auf. Er versucht zu erklären, was Kaizen nicht ist. Es ist eine Haltung. Keine Methode. Kein Prozess. Interessant dabei ist, dass er Kaizen als Akronym nutzt. Hinter jedem Buchstaben steht ein Begriff, der die oft gelebte Realität darstellt und im Prinzip verdeutlicht, dass Methoden und Prozesse kein gelebtes Kaizen sind.
https://www.geemco.de/artikel/was-kaizen-nicht-ist-bzw-sein-sollte
John Knotts Beitrag beleuchtet eine Thematik rund um Metriken, die sicherlich einigen bekannt vorkommt: Durchschnittswerte sind nicht immer gute Indikatoren und Referenzwerte. Dies gilt insbesondere bei Prozessverbesserungen. Das heißt jedoch nicht, dass wir Durchschnittswerte verteufeln sollen, sondern es gilt wie so oft – nicht nur im Umgang mit Metriken – reflektiert-kritisch hinzuschauen und immer auch zusätzliche Informationen einfließen zu lassen.
https://blog.gembaacademy.com/2026/05/22/the-trouble-with-averages/
In seinem folgenden Blogartikel versucht Simon Flossmann, Indikatoren zu nennen, anhand derer sich erkennen lässt, ob die Rolle des Product Owners gut besetzt wurde. Allerdings möchte ich zur Vorsicht raten, hier vorschnell von den Indikatoren auf die betreffende Person zu schließen. Meine Erfahrung hat mich gelehrt, auch auf das „System” zu achten. Denn es sind oft auch die Zwänge des Systems, die zu einigen der „Fehlentwicklungen” führen, die er in seinem Blogartikel thematisiert. Die genannten Indikatoren bedeuten letztendlich, genauer hinzusehen und Ursachenforschung zu betreiben.
Ich weiß nicht, wie oft ich schon skeptisch auf Scrum- und Kanban-Boards geschaut habe. Skeptisch, weil ich sehr viel Arbeit auf den Boards gesehen habe. Arbeit, die aber nicht abgeschlossen war. Arbeit, die parallel stattfand. Fast genauso wie im Blogartikel von Rudolf Gysi. Vielleicht bin ich genau deshalb ein Freund der Begrenzung paralleler Arbeit geworden. Mehr Fokus, erst abschließen, dann das nächste Thema angehen. Einfach auch, weil nur so sichtbar wird, ob und wie wir einen Mehrwert erzeugen.
https://agilereflection.org/while-wip-roi-0/
Ich bevorzuge kleine Anforderungen in Form von User Stories oder Job Stories. Kleine Losgrößen sind schneller abgeschlossen, ermöglichen schnelleres Lernen und liefern früher Nutzen. Die Reflexions- und Lerntaktung wird kürzer, sodass wir früher erkennen, wo Verbesserungspotenziale bestehen oder wo wir uns geirrt haben. Daher sollte man das Story-Splitting nicht unterschätzen. Mike Cohen, ein Urgestein der Agilität, gibt hierzu ein paar brauchbare Tipps aus der Praxis.
Ausgangspunkt jeder Analyse ist das Verständnis des Problems. Hier kann das „Problem Statement” aus dem Design Thinking (ich kenne eine ähnliche Methode auch aus anderen Kontexten, beispielsweise dem TPS) Hilfestellung liefern. Dabei geht es darum, zu verstehen, wann und in welchem Kontext ein Problem mit welcher Wirkung entsteht und auftritt. Einfach und effektiv. Aber auch effektiv. Vielen Dank an Lars Richter, der es prägnant zusammengefasst hat.
https://scamper.blog/problem-statement/
Am 23. Mai 2026 ist das Grundgesetz 77 Jahre alt geworden. Für mich war das ein Grund, am Samstag zu feiern – wie übrigens jedes Jahr zum Geburtstag des GG. Denn ich halte unsere Verfassung nicht nur für ein besonderes Dokument, sondern auch für eine Verpflichtung gegenüber nachfolgenden Generationen in Deutschland, Europa und der Welt. Eine Verpflichtung, die es mit Leben zu füllen gilt und auf die wir auch stolz sein dürfen. Eine Verpflichtung, die bedeutet, dass wir das Vermächtnis in Ehren halten und gegen seine Gegner verteidigen müssen. Alfons Pieper hat es in dem folgenden Artikel, wie ich finde, gut zum Ausdruck gebracht.
https://www.blog-der-republik.de/wehrhafte-demokratie-77-jahre-grundgesetz/
Kleiner Einschub: Sollten sich aktive Befürworter und Anhänger der „Nicht-Alternative” unter meinen Lesern befinden, kann ich gerne auf sie verzichten. Wie übrigens auf alle Gegner der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Wie Christian Wolff bin ich der Meinung, dass es höchste Zeit ist, dass sich alle demokratischen Fraktionen entschieden gegen die Nicht-Alternative stellen. Jetzt und ohne Diskussion. Bevor es zu spät ist. Sonst werden wir bald keinen Geburtstag des Grundgesetzes mehr feiern können.
https://www.blog-der-republik.de/hoechste-zeit/
Dass die Gefahr derzeit besonders groß ist, die von der Nicht-Alternative ausgeht, wird bei den anstehenden Landtagswahlen in mehreren Bundesländern, wie beispielsweise Sachsen-Anhalt, sichtbar. Die Amadeu-Antonio-Stiftung beschreibt in einer aktuellen Broschüre, die zum Download bereitsteht, sehr eindrücklich das Szenario, das uns sehr wahrscheinlich erwarten wird. Ein Szenario, vor dem selbst die Gewerkschaft der Polizei vor einigen Tagen eindringlich warnte. Die einschlägigen Wahlprogramme deuten darauf hin, dass dieses Szenario mehr als denkbar ist.
#AfD #Agile #Ankommen #Gesellschaft #Grundgesetz #Kaizen #KI #Lean #Lernfähigkeit #Metriken #Obsidian #Politik #ProblemStatement #Produktivität #Scrum #StorySplitting #UserStorys #WorkInProgress #ZeitmanagementLean Agile Predictability Bundle by Daniel S. Vacanti is the featured bundle of ebooks 📚 on Leanpub!
Link: https://leanpub.com/b/leanagilepredictabilitybundle
#business_and_management #agile #leadership_agile #agile_business_leadership #lean #leadership #project_management #product_management
PRODUKTIVITÄT
Schlechte Gewohnheiten erwirbt man oft unbewusst. Sie schleichen sich ein. Allmählich und hinterhältig. Wie wird man sie wieder los? Wenn man Dan Rockwells Ideen hierzu folgt, wird es etwas einfacher, aber es ist dennoch schwer genug. Ein Grund, das Handtuch zu werfen? Niemals.
https://leadershipfreak.blog/2026/05/08/break-the-habit-of-bad-habits/
PROJEKTMANAGEMENT
Wer es kurz und knackig mag: Ich bin normalerweise kein Freund von KI-Zusammenfassungen, mache hier aber eine Ausnahme, weil sie wirklich gut ist. Hier sind die Dos und Don’ts im Projektmanagement von Bernhard Schloss als grafische Zusammenfassung. Man sollte sie sich ausdrucken und in jeden Projektraum hängen 😉
https://www.bernhardschloss.de/blog/dos-und-donts-im-projektmanagement/
Ich persönlich würde, wann immer es möglich ist, direkt auf Obeya umsteigen. In einem gut gestalteten Obeya-Raum habe ich alle Schlüsselinformationen auf einen Blick und die Notwendigkeit eines Statusberichts, wie er im Projektmanagement üblich ist, entfällt. Nur leider liegt das nicht immer in meiner Hand und es wird wohl auch weiterhin Projekte geben, in denen jemand einen Statusbericht verlangt. Wenn er gut ist und Nutzen stiftet, ist das durchaus legitim. Leider ist das so eine Sache mit der Qualität. Aus verschiedenen, durchaus nachvollziehbaren Gründen, die auch im Artikel von Andrea Windolph ihren Niederschlag gefunden haben. Spannender sind allerdings die Hinweise, wie man es besser macht. Das lässt sich übrigens auch auf andere Kontexte gut übertragen. Und ja, Kommunikation ist nicht einfach.
Mark Graban trifft damit einen Nerv. Viele begehen einen zentralen Fehler, wenn sie versuchen, Kosten zu optimieren. Sie betrachten nicht das Gesamtsystem, sondern nur Teilbereiche. Die Personalkosten stehen oft in der Kritik, weil sie als zu hoch angesehen werden. Was ich an Toyota Production System (TPS) schätze, ist, dass dort eben der ganzheitliche Blick vorherrscht. Dies haben viele bei ihrer Lean-Adaption leider übersehen. Das ist ein Grund, weshalb ich lange mit „Lean” gehadert habe (ich kannte zu dem Zeitpunkt nur die angelsächsische Lean-Variante und noch nicht Monozukuri). „Lokale Optimierung” verschiebt die Folgekosten lediglich und oft genug steigen die „Gesamtkosten” (besonders, wenn man Kunden, Lieferanten usw. mit einbezieht) dadurch deutlich. Als Kunde großer Telekommunikations-, Versicherungs- und Energiekonzerne kann ich darüber mittlerweile mehr als nur ein Lied singen. Daher freut es mich, dass Mark Graban das Thema aufgreift und verdeutlicht, dass man etwas mehr Hirnschmalz investieren muss, wenn man sinnvoll an das Thema „Kosten sparen” herangehen will. Auskömmlichkeit zu verbessern ist halt etwas anderes …
https://www.leanblog.org/2026/05/working-charge-nurse-hidden-cost/
Wie oft musste ich schon hören, dass die Menschen schlicht und ergreifend nicht das richtige „Mindset“ haben und es deshalb nicht klappt! Bei näherer Betrachtung lag es jedoch nicht unbedingt an den Menschen und ihrer Haltung, sondern in weiten Teilen am System selbst und seiner Mechanik. Diese lässt sich nicht einfach dadurch ändern, dass man jetzt regelmäßige Retrospektiven durchführt. Götz Müller greift dieses Thema im Zusammenhang mit Lean und Verbesserung auf und verdeutlicht: Oft liegt es nicht an den Menschen, sondern am System.
https://www.geemco.de/artikel/warum-menschen-auf-systeme-reagieren-und-nicht-auf-leitbilder/
In John Knotts Blogartikel geht es um Verbesserung und Metriken. Interessanterweise beobachten wir häufig, was nicht gut läuft. Darauf basieren Annahmen und Hypothesen über die Ursachen und die mögliche Wirkung. Allerdings machen sich nur wenige Gedanken darüber, wie sie diese Vermutungen faktenbasiert, also empirisch, belegen können. Dabei geht es nicht darum, Zahlen zu erzeugen, sondern in erster Linie darum, transparent zu machen: Sind unsere Annahmen korrekt und zeigen unsere Maßnahmen daher Wirkung?
Obwohl viele von Agilität reden, kommt mir das, was Merlin Mechler unter dem Stichwort „zu viel Planung, zu wenig Fortschritt” zusammenfasst, doch sehr bekannt vor. Besonders gerne – sorry, ich kann es mir nicht verkneifen – fallen mir dazu Umfelder ein, in denen man sich skalierte Rahmenwerke auf die Fahne schreibt. Die Grundlagenarbeit passt noch nicht. Es fehlt der Fokus auf Wirksamkeit und kurze, echte Feedbackschleifen, die aufzeigen, wo die Probleme liegen. Wenn man das Ganze mit passenden Metriken ergänzt, die auch tatsächlich sinnvolle Veränderungen sichtbar machen und das „Lernen” als Organisation unterstützen, wird es definitiv besser. Aber Achtung: Auch mit Kennzahlen kann man viel Schindluder treiben, und „Controlling” ist kein Selbstzweck. Die Metriken dienen dazu, das Lernen als Organisation zu stärken. Sie sollten daher auch regelmäßig auf den Prüfstand gestellt werden.
https://t2informatik.de/blog/zu-viel-planung-zu-wenig-fortschritt/
Die gute alte Stakeholder-Map ist nach wie vor ein hervorragendes Werkzeug, um den Überblick über die verschiedenen Anspruchsgruppen und ihre Bedürfnisse zu behalten. Leider erlebe ich in der Praxis sehr häufig, dass sie zwar begonnen, aber selten dauerhaft gepflegt wird. Das liegt vermutlich daran, dass sie nicht Teil der „alltäglichen” Arbeit ist und dann gerne mal vergessen wird. Abhilfe schafft hier ein guter Obeya-Raum, in den sie integriert ist, weil sie dann präsent bleibt und bei Bedarf schnell fortgeschrieben werden kann, wenn neue Erkenntnisse hinzukommen. Nur mal so am Rande. Wer jetzt nicht weiß, was ich meine, für den bietet der kleine, aber feine Artikel von Fadi Stephan eine schnelle Zusammenfassung des Werkzeugs Stakeholder-Map.
https://www.kaizenko.com/how-to-manage-stakeholders-using-the-power-interest-matrix/
Ein Klassiker, den ich auch immer wieder erleben durfte: Product Owner:innen und Teams werden bei der Planung gar nicht groß gefragt. Das Management entscheidet irgendwo, wann was fertig zu sein hat, und dann gibt es ein böses Erwachen. Und das, obwohl es mehrfach Hinweise aus dem Team und vom Product Owner gab. Ein solches Projekt durfte ich vor geraumer Zeit als Scrum Master begleiten. Erst als es richtig geknarzt hat und wir kräftig investiert haben, lief es ähnlich wie von Mike Cohn als idealer Zustand beschrieben. Überraschung: Die Planung war nicht nur realistisch, sondern die dabei entstandene Transparenz im Dialog hat auch beim Management zu einem besseren Verständnis der Herausforderungen geführt, die es zu lösen galt. Leider endete kurz darauf meine Zeit in diesem Projekt – wie das bei Externen nun mal so ist. Soweit ich jedoch gehört habe, läuft es jetzt deutlich besser und reibungsfreier. Es lohnt sich wirklich, zusammenzuarbeiten, auch über „Hierarchieebenen” hinweg. Die Fachleute auf der operativen Ebene können dem Management nämlich realistischer zurückspiegeln, was machbar ist und was nicht. Ab und an den Ort des Geschehens zu besuchen, ist durchaus etwas, das man tun sollte. 😉
https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/when-planning-should-become-a-shared-problem
In den letzten „Links der Woche” hatte ich bereits auf Daniel Dubbel verwiesen, der zu Recht erklärt hat, dass Komplexität kein neues Phänomen ist. Unabhängig vom Rahmenwerk gibt es einige Dinge, die dabei helfen, die Zusammenarbeit in komplexen Situationen sinnvoll zu gestalten: Vernetzungsgrad gestalten, Abhängigkeiten klären, Transparenz herstellen, Geschwindigkeit takten, Informationsdichte filtern. Dabei ist Visualisierung, wie sich der geneigte Leser sicherlich denken kann, extrem hilfreich. Daniel Dubbel führt das Ganze noch ausführlicher aus, sodass man einen guten Rahmen erhält. Das Ganze gilt es dann auszugestalten. Zu einem Zusammenarbeitssystem, bei dem ein geeignetes Rahmenwerk Hilfe bieten kann – aber nicht muss.
https://www.inspectandadapt.de/komplexer-mythos-hier-sind-4-hebel/
#Agile #Fortschritt #Gewohnheiten #Komplexität #Leadership #Lean #Management #Metriken #Planung #Produktivität #Projektmanagement #Projektstatus #Scrum #Selbstmanagement #Selbstorganisation #Stakeholder #Systemdenken #Verbesserungen #VersteckteKosten
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Die aktuelle Folge von Ivan Blatters Podcast ist ganz anders. Anstatt Methoden und Probleme zu erörtern, rückt er den echten Mehrwert eines guten Zeitmanagementsystems in den Fokus: Leichtigkeit. Ja, Sie haben richtig gelesen. Nicht Geschwindigkeit, nicht noch mehr Output. Der Mehrwert ist Leichtigkeit. Das gefällt mir. Auch, weil ich weiß, dass das richtige Weshalb und Wozu ein großer Motivator ist. In diesem Sinne ist es ein interessanter Beitrag, der das Bewusstsein dafür schärft, weshalb wir wirklich an unserem Arbeits- und Zeitmanagementsystem arbeiten wollen und sollen.
https://share.transistor.fm/s/49a16acd
Das Schlagwort „Authentizität” fällt ja gerne und öfter mal. Ich mag authentische Menschen. Allerdings kann zu viel des Guten auch nach hinten losgehen. Wie Dan Rockwell es nennt: zum Fluch werden. Wenn Authentizität zur „Egomanie” wird oder bedeutet, dass sich die anderen voll und ganz nach einem richten müssen, dann wird Authentizität auch zum Problem. Mit den Worten von Dan Rockwell hat eine „lose Zunge”, das Ignorieren der anderen oder der Rahmenbedingungen, innerhalb derer wir uns bewegen, wenig mit „gesunder” Authentizität zu tun.
https://leadershipfreak.blog/2026/04/23/the-3-authenticity-curses/
Zwar hat Heinz Bayer Kinder und Jugendliche vor Augen, wenn er über Willensstärke spricht, dennoch kam mir beim Lesen der Gedanke, dass dieses Thema auch für alle anderen Altersklassen von Bedeutung ist. Ein klares Wozu allein reicht oft nicht aus. Es braucht auch Willensstärke, um dauerhaft am Ball zu bleiben und auch mal eine Durststrecke zu überstehen. Nein, Willensstärke ist nicht unbedingt eiserne Disziplin, sondern Ausdauer – und Ausdauer lässt sich trainieren. Wie beim Sport.
https://www.aufeigenefaust.com/2026/04/05/biss-trainingsheft/
Da hat Mark Graban, würde ich sagen, einen richtig guten Punkt gesetzt. Warnhinweise sind ein Indiz dafür, dass wir unsere Hausaufgaben noch nicht gemacht haben. Wenn wir uns auf Warnhinweise verlassen, haben wir die mögliche Fehlerquelle nicht beseitigt, obwohl wir um sie wissen. Wir sind noch nicht tiefer vorgedrungen, um die Ursache zu beheben, bevor das Problem überhaupt entstehen kann. Besser wäre es, sicherzustellen, dass das Problem gar nicht erst auftreten kann, anstatt mit Warnhinweisen zu arbeiten. Leider ist das nicht immer so leicht möglich. Dennoch sind Warnhinweise ein eindeutiges Indiz für Verbesserungspotenzial. Wenn wir das nächste Mal über ein „Achtung“-Schild stolpern, lohnt es sich, der Spur zu folgen, denn hier schlummert möglicherweise die nächste Gelegenheit, zu zeigen, dass es bessere Lösungen gibt. 😉
https://www.leanblog.org/2026/04/warning-signs-mistake-proofing-kainexicon/
Ich finde es sehr bedauerlich, dass 5S von vielen mit „Sauberkeit” am Arbeitsplatz gleichgesetzt wird. Hinter diesen fünf Prinzipien steckt weit mehr als nur „Ordnung“, nämlich eine Routine, mit der sich viel Klarheit erzeugen lässt, wenn man bereit ist, regelmäßige Verbesserungen in vielen Bereichen umzusetzen bzw. Verbesserungspotenziale zu erkennen. Mit John Knotts Worten kann 5S als Routine dabei helfen, Kaizen als beständiges Streben nach dem Besseren im Arbeitsalltag zu verankern, sodass es in Fleisch und Blut übergeht.
https://blog.gembaacademy.com/2026/04/24/a-new-way-to-look-at-5s/
Vorweg schicken möchte ich, dass ich Agilität nicht über Scrum definiere. Das ist eines von vielen Frameworks, die sich das Attribut „agil” zuschreiben dürfen. Schaut man über die „Methodik” hinaus, ist der Kern „Anpassungsfähigkeit” einer Organisation an ein sich veränderndes Umfeld. Jede erfolgreiche Organisation, die sich auf Dauer behauptet, besitzt diese Anpassungsfähigkeit – sonst wäre sie längst erstarrt und irgendwann vom Markt verschwunden. Agilität ist daher für mich eine Seite der Medaille, auch jenseits des „Buzzwords”. Ein Schlüsselfaktor sind sicherlich die „ungeschriebenen Gesetze” der Organisation, auch Unternehmenskultur genannt. Die Organisationssoziologie kann inzwischen mehr als nur eine Abteilung mit Literatur zu diesem Thema füllen. Zumindest ist das mein Eindruck. Mit Doris Weißgerber bin ich einer Meinung: Unternehmenskultur kann nicht schnell verändert werden und wirkt – auch wenn sie nicht immer klar und eindeutig sichtbar ist – massiv ein. Sie kann die Adaptionsfähigkeit erheblich beeinträchtigen. Beispiele hierfür sieht man meines Erachtens in der Automobilindustrie sehr gut, aber auch in der politischen Landschaft – allerdings ein anderes Thema.
https://www.teamworkblog.de/2026/04/unternehmenskultur-frisst-agilitat-zum.html
Leider ist Simon Flossmanns Beitrag etwas IT-lastig, aber im Kern lässt sich das Ganze auch auf andere Bereiche der Arbeitswelt übertragen. (Unnütze und ungelöste) Konflikte kosten viele Teams gute Mitarbeiter. Per se ist ein Konflikt nichts Schlechtes, es sei denn, er ist „unnütz” und/oder wird nicht aufgelöst, sodass er eskaliert. Das Fehlen jeglicher Konflikte ist für mich eher ein Alarmzeichen fehlenden Vertrauens und einer unterentwickelten Gruppendynamik. Konstruktive Konflikte sind tatsächlich wertvoll. Das nur am Rande erwähnt. Zurück zum Beitrag von Simon Flossmann: Er liefert viele Hinweise, wie destruktive Konflikte entstehen, und zeigt die Rolle des Teamfacilitators als konstruktiven Moderator von Konflikten auf. Dabei geht es darum, Probleme zu lösen, sodass Konflikte nicht ins Destruktive kippen, sondern konstruktiv bleiben.
Wenn ich höre, dass die Welt immer komplexer wird, muss ich herzlich lachen. Sie war schon immer komplex. Sie wird nicht komplexer. Sie war es schon immer. Das habe ich schon vor Jahren immer wieder gesagt und dazu stehe ich auch heute noch. Wenn man von Veränderung sprechen kann, dann höchstens von der Geschwindigkeit, mit der wir uns anpassen müssen. Daten fließen schneller usw. Oder, um es mit den Worten von Daniel Dubbel zu sagen, die Rahmenbedingungen ändern sich. Wir werden uns, so hoffe ich, langsam bewusst, dass wir in einem Zeitalter der Interdependenz leben und die Auswirkungen eines Geschehens am anderen Ende der Welt nicht erst nach langer Zeit bei uns ankommen, sondern innerhalb kürzester Zeit das entgegengesetzte Ende erreichen. Das ist kein Grund für Schockstarre. Ich freue mich schon auf die weiteren Artikel der Serie.
https://www.inspectandadapt.de/komplexer-quatsch/
Was Felix Stein in seinem Artikel beschreibt, habe ich in ähnlicher Form schon mehr als einmal selbst erleben dürfen. Wenn Führungskräfte in ihrem Elfenbeinturm agieren, fernab der gelebten Realität, statt sich an den Ort des Geschehens zu begeben und mit den Betroffenen in den Dialog zu treten, kommt es zu vermeintlichen „Effizienzsteigerungen” und lokalen Optimierungen. Diese machen am Ende des Tages das Gesamtpaket ineffektiver und ineffizienter. Das hat übrigens wenig mit empirischer Arbeit zu tun. In diesen Fällen wäre es zielführend, das Verhalten echter Nutzer zu beobachten. Das ist jedoch gelegentlich anstrengend und setzt voraus, die eigenen Annahmen auf den Prüfstand zu stellen und sie mit der empirischen Realität zu überprüfen.
https://www.lean-agility.de/2026/04/echtes-nutzerverhalten.html
Auch wenn der Beitrag von Stephen Woolston in einer Werbung für ein Training mündet, hat er mit dem, was er sagt, doch einen Nerv getroffen. Wie aufmerksame Leser von Toms Gedankenblog wissen, halte ich die „Erwartungen”, die man an die KI hat, für viel zu hoch gegriffen. Gleichzeitig sehe ich, wie die KI die Rahmenbedingungen verändert. Sie wird dennoch viele Probleme nicht lösen. Es wird auch weiterhin Rollen wie Scrum Master:innen und erfahrene Fachleute brauchen, die „handwerkliches Können” beherrschen. Gerade auch, weil sich die Geschwindigkeit, mit der wir Feedback generieren können, erhöht.
https://www.scrum.org/resources/blog/why-professional-scrum-relevant-ever-age-ai
Ob der Vergleich mit den Shaolin, wie Ruedi Gysi ihn nutzt, passt, weiß ich nicht. Ich weiß jedoch, dass es das Shaolin-Kloster gibt und dass dort „Meisterschaft” großgeschrieben wird. Zu dieser Meisterschaft gehört viel Routine. Das ist auch ein offenes Geheimnis für alle, die sich auch nur oberflächlich mit fernöstlicher Kampfkunst beschäftigt haben. Das Bild passt allerdings, da diese Institution, das Shaolin-Kloster, tatsächlich Jahrhunderte überdauert hat. Dazu gehört schon einiges. Das heißt, die Mönche machen schon sehr lange etwas richtig, um sich in einer Welt des beständigen Wandels behaupten zu können. Daher ist die Frage, was es ist und wie wir es in unsere moderne Welt und unsere Organisationen übertragen können, mehr als interessant. Noch viel interessanter finde ich die Frage, wie wir uns von der „Effizienzneurose” befreien und die Chance ergreifen können, echte Wertschöpfung in Organisationen zu erzeugen. Die Rahmenbedingungen befinden sich massiv im Umbruch.
https://agilereflection.org/das-shaolin-unternehmen/
Dan Rockwell hat da einen Nerv bei mir getroffen. Aber so richtig. Wohin ich auch sehe, ich habe den Eindruck, dass nur Symptome therapiert werden, die eigentlichen Problemursachen aber selten angegangen werden. Egal, ob in Unternehmen oder in der Politik. Frei nach dem Motto: „Wasch mich, aber mach mir den Pelz nicht nass!” Echte Führung sieht anders aus. Und die würde ich erwarten. Anstatt Schnellschüsse würde ich eine tiefgreifende Ursachenanalyse erwarten. Anstatt die Symptome mit ein bisschen „Symbolpolitik” zu übermalen, sollte man die Herausforderung wirklich angehen und Verantwortung übernehmen. Anstatt etwas unter den Teppich zu kehren oder einen vermeintlichen Schuldigen hinzurichten, würde ich mir wünschen, dass jemand den Strom aufwärtsgeht und nachschaut, wo die Quellen des Problems liegen.
https://leadershipfreak.blog/2026/04/22/lipstick-on-a-pig/
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